Ausgabe:

Vom Imitator zum Disruptor

Montag, 03. September 2018

Die Handelsmarken verzeichneten 2017 in Europa ein Wachstum von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr und haben nun einen Umsatzanteil von 39,4 Prozent. Das geht aus der neuesten Studie von IRI hervor. Der Umsatzanteil von Private Label ist in Grossbritannien mit 52,5 Prozent am höchsten, gefolgt von Spanien (42,6 %) und Deutschland (40,1 %). Am niedrigsten ist er in Italien (18,1 %), Griechenland (16,3 %) und den USA (14,9 %). Der Anteil in den Niederlanden blieb mit 29,2 Prozent unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Hauptgründe für den Erfolg der Handelsmarken sind laut IRI folgende: 

  • Die Entwicklung der Handelsmarken vom Private Label zur «Privat-Marke» mit innovativen, zum Teil disruptiven, verbraucherorientierten Sortimenten, die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Preis und Qualität bieten. 
  • Einzelhändler, die auf sich verändernde Käufertrends reagieren - erweiterte Sortimente mit Konzentration auf Premiumprodukte vor allem in Kategorien wie gekühlte Fertiggerichte, gesunde Snacks und erschwingliche Gesichtskosmetika. 
  • Eine sich wandelnde Einzelhandelslandschaft – Anstieg der Discounterdichte, mehr Fachhändler und nicht zuletzt das Engagement von Amazon und Google, die ihren FMCG-Footprint kontinuierlich ausbauen und damit eine Plattform für weitere PL-Erweiterungen schaffen.