Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz gestorben

Dienstag, 25. Oktober 2022
Foto: GEPA pictures / Red Bull Content Pool

Der Gründer von Red Bull starb am Samstagabend im Alter von 78 Jahren nach schwerer Krankheit.

Der österreichische Milliardär und Red Bull-Gründer Dietrich Mateschitz ist tot. Er starb am Samstagabend im Alter von 78 Jahren, wie die Firma in einer Mail an die Mitarbeiter mitteilte. Hierin hieß es:

"Wir müssen euch informieren, dass Dietrich Mateschitz heute verstorben ist. In diesen Momenten überdeckt Trauer alle anderen Gefühle. Aber schon bald wird die Trauer Platz machen für Dankbarkeit, dafür, was er verändert, bewegt, bewirkt und so vielen Menschen ermöglicht hat. Wir werden ihm respektvoll und liebevoll verbunden bleiben. Unser aller Aufgabe und Verantwortung ist es, sein Lebenswerk in seinem Sinn fortzuführen. Danke, dass ihr uns dabei unterstützt. Danke auch, dass ihr seinen Wunsch respektiert, eure Trauer still und zurückhaltend zum Ausdruck zu bringen."

Die Erfolgsstory des in der Steiermark geborenen Dietrich Mateschtiz begann im Alter von 40 Jahren. Nach einem BWL-Studium und der Vertriebsarbeit für einen Zahnpasta-Hersteller, gründete er 1984 zusammen mit dem Thailänder Chaleo Yoovidhya das Unternehmen Red Bull. Die Idee zu einem Energy-Drink kam jedoch nicht von Mateschitz selbst. Den ersten Energizer (Krating Daeng - Roter Bulle) hatte er zuvor auf einer Geschäftsreise in einer Hongkonger Hotelbar kennengelernt. Red Bull startete schließlich 1987 in Österreich, war jedoch bis 1994 in Deutschland verboten und wurde daher - besonders im Grenzgebiet - oftmals unter der Hand gehandelt. Dem Erfolg des Drinks, der eine ganze Kategorie begründen sollte, tat dies jedoch keinen Abbruch. Das Unternehmen mit Sitz im österreichischen Fuschl am See beschäftigt heute mehr als 13.000 Mitarbeiter in 172 Ländern. Jährlich werden fast zehn Milliarden Dosen Red Bull verkauft, der Umsatz liegt bei rund acht Milliarden Euro.

Mateschitz hinterlässt seinen Sohn Mark. Ob der 29-Jährige, der seit einigen Jahren als möglicher Nachfolger aufgebaut wird, nun die Leitung der Firma übernehmen wird, ist noch unklar.