Ausgabe:

EuroShop: Mobile Mitspieler

Montag, 24. März 2014
Fotos: Messe Duesseldorf

Auch am POS wird das Smartphone zum Allzweck-Instrument. Bons und Coupons werden verwaltet, Artikel am Regal eingescannt. Mobile Anwendungen waren auch auf der EuroShop eines der zentralen Themen.

Die Verbraucher können künftig ihre Kassenbelege bei ersten Händlern auch über ihr Smartphone erhalten und anschließend verwalten. Dazu müssen sie sich lediglich eine kostenlose App, beispielsweise des Anbieters Nubon auf ihr Smartphone spielen. Über die Anwendung können nicht nur Kassenbons digital verarbeitet werden, sondern sie bietet weitere nützliche Funktionen – etwa für digitale Einkaufslisten oder für das Handling von Kundenkarten.

Smartphone immer dabei

Mittlerweile schon  40 Prozent aller Bundesbürger ab 14 Jahren verfügen über ein hochwertiges internetfähiges Mobiltelefon. Im Jahr 2013 wurden nach Angaben des High Tech-Verbandes BITKOM in Deutschland zudem rund acht Millionen Tablet-Computer verkauft – Ende 2014 werden rund 17 Millionen Bundesbürger ein Tablet besitzen. Die Geräte werden zu ständigen Begleitern: Drei Viertel der Verbraucher haben ihr Handy immer dabei, auch beim Einkaufen. Schon 24 Prozent der Smartphone-Besitzer nutzen es gelegentlich oder häufig, um am Point of Sale zum Beispiel Produktinformationen aufzurufen und Preise zu checken. Die Botschaft an den Handel ist klar: Die modernen mobilen Kommunikationsmedien erreichen die breite Bevölkerungsschicht – auch ältere und technisch weniger versierte Menschen machen sich zunehmend mit den Touch-bedienten Geräten vertraut.

Anwendungen mit QR-Code

Somit steigt generell die Fähigkeit und Bereitschaft, die Technik auch am Point of Sale zu nutzen. Entsprechend waren auf der EuroShop 2014 im Bereich EuroCIS verschiedene zukunftsträchtige Smartphone-Anwendungen zu begutachten.  Zum Beispiel werden QR-Code-Anwendungen für den Handel immer interessanter. In ersten größeren Tests ließ etwa ein Drogeriemarkt-Filialist Großplakate in den U-Bahnhöfen einiger Städte aufkleben, auf denen Naturkosmetik-Produkte verschiedener Hersteller über QR-Codes begutachtet und bestellt werden konnten.

Als nächster logischer Schritt kann die konventionelle Plakatwand zum digitalen Verkaufsinstrument werden. Telekommunikationsanbieter Vodafone hat dazu auf seinem Firmengelände in Düsseldorf und in Kooperation mit einem Lebensmittelhändler eine Shopping Wall aufgebaut. Sie besteht aus neun Full HD-Monitoren, auf denen die Produkte digital wie in einem Supermarkt-Regal abgebildet werden. Die Präsentation verändert sich dynamisch, basierend auf aktuellen Lagerbeständen. Eine eigens entwickelte Einkaufs-App scannt mittels Bilderkennung ein gewünschtes Produkt und speichert es im Warenkorb. Über ein Self-Checkout neben der Video-Wand kann die Rechnung beglichen werden.

Coupons werden digital

Ein speziell für den Foodhandel wichtiges Thema ist das digitale Couponing. Der Trend kommt aus den USA: Im Jahr 2012 hat die Rekordzahl von 92,5 Millionen Amerikaner Coupons genutzt. Die Verbraucher können dabei unter rund 250 Milliarden Gutscheinen wählen, die von US-Unternehmen pro Jahr gestreut werden – zunehmend in digitaler Form. Im Jahr 2013 haben schon 47 Prozent der Coupon-User in den Vereinigten Staaten elektronische Rabattgutscheine eingelöst, schätzt das New Yorker Marktforschungsunternehmen eMarketer. Damit hat sich die Zahl der Teilnehmer am digitalen Couponing seit dem Jahr 2010 vervierfacht.

Auch in Deutschland werden von Unternehmen jährlich rund zehn Milliarden Gutscheine ausgegeben. Wie in den USA geht aber auch in Deutschland der Trend zum digitalen Coupon. Experten schätzen, dass schon in drei bis vier Jahren ebenso viele elektronische wie gedruckte Gutscheine eingelöst werden. Vorerst dominiert jedoch das so genannte Industrie-Couponing. Dabei werden die Gutscheine von Lebensmittel-Herstellern ausgelobt und von den Händlern über gedruckte Prospekte, über die Website oder eben über eine eigene App angeboten. An der Handelskasse wird der Coupon vorgelegt.

Bei der gedruckten Version wird der EAN-Code per Handscanner erfasst. Um bei der digitalen Version 2D-Codes vom Display eines Mobiltelefons direkt an der Kasse abzulesen, werden leistungsstarke, bildverarbeitende Scanner benötigt.  Marktführer Datalogic zeigte auf der EuroCIS mit dem Magellan 9800i einen Imager, der mit einem speziellen Modul für das mobile Couponing ausgerüstet ist. Dieses Modul ist dem Kunden zugerichtet, liest den Couponing-Code von seinem Mobiltelefon ab und leitet die Information direkt an die Kasse weiter.

 

 

 

 

Weitere Produkte von der Euroshop

Carrier
Carrier hat auf der Euroshop die neue Produktreihe E6 der Monaxis und Monax Eco Kühlregale präsentiert. Die Vorteile aus Sicht des Unternehmens: ansprechende Warenpräsentation, niedriger Energieverbrauch sowie Flexibilität bei Ausstattung und Farbwahl. Die Kühlregale sind sowohl als offene Variante (Monaxis) als auch mit Glastüren (Monax Eco) erhältlich.

Carrier

 

Hauser
Die neu entwickelte Kühltheke Varius UVPC ist laut Hersteller Hauser flexibel an verschiedene Kundenbedürfnisse anpassbar sind. Eine weitere Besonderheit der Reihe ist die sogenannte „Transformer-Theke“, die laut Hersteller mit „nur zwei Handgriffen“ von einer Bedien- in eine Selbstbedienungstheke verwandelt werden kann.

Hauser

 

Bizerba
Bizerba hat auf der Euroshop mit der X-Class eine Innovation im Bereich der PC-basierten Waagen vorgestellt. Die Geräte sollen sämtliche Funktionen und Leistungsmerkmale moderner PC-Waagen efüllen und gleichzeitig ein überzeugendes Preis-Leistungsverhältnis bieten. Mit integriertem Drucker.

 

Potrafke
Der Kassentisch Hybrid-Scan bietet laut Hersteller Potrafke einen ergonomischen Arbeitsplatz, eine flexible und schnelle Registrierung, eine kundenfreundliche Abwicklung sowie eine angenehme Kontaktstrecke zwischen Kassierkraft und Kunden. Der Kassentisch soll sich besonders für SB-Märkte mit größerem Sortiments-Anteil eignen.

Potrafke

 

Bison
Das von der Bison Maxess vertriebene Regaletikettensystem der Firma Imagotag punktet laut Hersteller durch einfach zu installierende Hard- und Softwarekomponenten. Die Etiketten werden mit Hilfe der Wireless-Technologie angesteuert. Die Layouts können über den mitgelieferten Template-Editor vom Kunden selbst gestaltet werden.

Bison