Ausgabe:

Bio-Vielfalt bei Manor

Dienstag, 14. Januar 2020
Foto: Unternehmen

Die Schweizer Warenhauskette Manor hat ihr bislang frischebetontes Bio-Sortiment jetzt auch im Bereich Kolonialwaren deutlich ausgebaut und stärkt damit ihr Profil.

Bio ist in. Ob bei Frischwaren oder im Trockensortiment, das die Schweizer­ als Kolonialwaren bezeichnen: Bio-Produkte wachsen in vielen Warengruppen deutlich schneller als vergleichbare Artikel aus konventionellem Anbau/Aufzucht. Parallel dazu steigt auch die Bio-Angebotsvielfalt in den Schweizer Lebensmittelgeschäften. Im Durchschnitt ist die Anzahl verfügbarer Bio-Produkte 2019 gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent gestiegen.

Mit über 1700 Bio-Produkten, insbesondere im Bereich der Frische, verfügt Manor als eines der grössten Einzelhandelsunternehmen der Schweiz in ihren Supermärkten bereits über eine grosse Bio-Kompetenz. So gibt es bei Manor ausschliesslich Bio-Brote zu kaufen, die in jedem Supermarkt vor Ort gebacken werden.

Seit Kurzem sorgt ein mit dem französischen Bio-Spezialisten Bio c’ Bon gegründetes Joint-Venture für eine weitere Stärkung der Marktposition von Manor­ als Bio-Anbieter. Mit der Partnerschaft vergrössert das Unternehmen das Bio-Sortiment in den eigenen Supermärkten und unterstützt Bio c’ Bon gleichzeitig bei dessen Expansion in der Schweiz. Seit November 2019 gibt es in den Manor-Filialen der Romandie, seit Januar im Tessin und nach Ostern auch in der Deutschschweiz ein erweitertes Bio-Angebot – und für Bio-Fans damit viel Neues zu entdecken: Pasta, Saucen, Reiswaffeln, Biskuits, Kompott, eingekochtes Gemüse, Brotaufstrich, Kaffee,­ Säfte oder getrocknete Früchte.

Derzeit sind bei Manor rund 100 Produkte aus dem Bio c’ Bon-Sortiment erhältlich. Eine zweite Welle mit einem komplementären Sortiment sei bereits in Planung, kündigt Bertrand Salamin an, Sales Director Food bei Manor und verantwortlich für das Business Development. Ziel ist es, das Bio-Sortiment Kolonial­waren bis zur zweiten Jahreshälfte 2020 auf 200 Produkte zu verdoppeln. Ausserhalb von Manor gibt es die Produkte nur in den fünf eigenen Filialen, die Bio c’ Bon in der Westschweiz betreibt.

Ein auffälliges Bio c’ Bon-Logo wird die Ware des französischen Bio-Experten in den Manor-Food-Märkten nicht tragen. «Die Produkte stehen ganz klar im Vordergrund», unterstreicht ­Salamin. Sie würden einerseits in die bestehenden Sortimente eingegliedert. Andererseits werden die Bio c‘ Bon-Produkte dort, wo es schon eine spezielle Bio- und Gesundheitszone in den Märkten gibt, an einem Ort zu finden sein, so der Verkaufsdirektor. Die erste Zone dieser Art ist in der Manor-Filiale in Chavannes entstanden: Dort wird das gesamte Angebot von Bio-, veganen, gluten- und laktosefreien Produkten prominent präsentiert; insgesamt über 1000 Produkte aller dort vertretenen Hersteller. Weitere Märkte folgen im Zuge der kontinuierlichen Weiterentwicklung, als nächstes der Manor Food Markt in Vésenaz.

Bio c’ Bon ist laut Manor in Frankreich eines der führenden Unternehmen im Vertrieb von Bio-Ware. Das Unternehmen wurde 2008 in Paris gegründet. Heute gibt es Bio c’ Bon an über 160 Standorten, grösstenteils in Frankreich, aber auch in Belgien, Italien, Spanien und Japan. In der Schweiz ist Bio c’ Bon seit Juni 2016 präsent.

Info

Manor AG
Die Manor AG mit Sitz in Basel ist Schweizer Marktführerin im Sektor Warenhäuser mit einem Marktanteil von rund 60 Prozent. Das Unternehmen beschäftigt 9000 Mitarbeiter und bildet aktuell 345 Auszubildende aus. Zur Gruppe gehören 60 Manor Warenhäuser, 31 Manor Food Supermärkte und 28 Manora Restaurants. Der Umsatz der Manor AG verteilt sich auf die Segmente Non-Food (71 %), Food (25 %) und Restaurant (4 %). Insgesamt führt der MARKANT Partner über eine Million Artikel von rund 2800 Lieferanten aus der ganzen Welt. Davon sind rund 700 lokale Produzenten, die saisonale und lokale Produkte in die Manor Food Märkte liefern.

Bio-Wachstum in Zahlen
Die Bio-Umsätze im Schweizer Detailhandel (ohne Aldi/Lidl) entwickelten sich laut Nielsen Schweiz 2019 (rollierendes Jahr inkl. November 2019) deutlich positiver als der Food-Gesamtmarkt, nämlich mit einem Plus von 4,4 %. Konventionelle Produkte dagegen stagnierten (-0,2 %). Dabei lagen per Ende November die Umsätze in den erhobenen zehn grössten Bio-Warenklassen durchweg über den Vorjahresergebnissen. Überdurchschnittlich zulegen konnten Früchte und Gemüse in Bio-Qualität (5,3 %), «übriges Food Bio» (8,8 %), Bio-Süsswaren/-Snacks (10 %) sowie Bio-Getränke mit und ohne Alkohol (7,5 %). Auch mit Nearfood-Bio erzielte der Schweizer Detail­handel dyna­mische Umsatzzuwächse (knapp 18 %). Verhaltener war hingegen die Entwicklung bei Milchprodukten, Backwaren, Fleisch/Wurst, Frischer Convenience und TK-Ware.