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Auf Wachstumskurs

Freitag, 06. Oktober 2017
Fotos: Unternehmen

Nach der Aufspaltung der Pfeiffer Unternehmensgruppe 2016 blickt Unimarkt optimistisch in die Zukunft. Das österreichische Unternehmen baut das Franchise-Geschäft und seine Online-Services zügig aus.

Die neu formierte Unimarkt-Gruppe, zu der Unimarkt, der Pfeiffer Grosshandel Nah&Frisch und die Pfeiffer Logistik gehören, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016/17 zurück. Der konsolidierte Umsatz lag bei 389 Millionen Euro, wobei vor allem Unimarkt (siehe Randspalte) deutlich zulegen konnte. Auch mit dem konsolidierten Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 2,3 Millionen Euro ist die Gruppe sehr zufrieden.

Das Wachstum soll künftig vor allem aus dem Ausbau des Franchise-Geschäfts kommen. Derzeit werden von den 130 Unimarkt-Standorten 75 als Eigenfilialen und 55 von Franchisepartnern betrieben. Ziel ist es, möglichst bald auf 100 Franchisepartner zu  kommen. «Die Franchise-Nehmer können dank der individuellen Betreuung ihrer Kunden und der regionalen Ausrichtung im Sortiment die Standorte erfolgreicher betreiben, als dies im Filialbetrieb möglich wäre », erklärt Unimarkt-Geschäftsführer Andreas Haider. Das Interesse an dieser Form der Selbstständigkeit sei gross. Vor allem Frauen nähmen diese berufliche Herausforderung an und würden mit viel Engagement die Standorte führen.
Das zweite wichtige Standbein der Gruppe sind die rund 240 Nah&Frisch- Kaufleute. Darüber hinaus beliefert Pfeiffer Grosshandel auch mehr als 180 Nahversorger mit eigenem individuellen Auftritt. Als einen ihrer USPs bezeichnet die Unimarkt-Gruppe die Regionalität im Sortiment, die von Franchisenehmern und selbstständigen Kaufl euten gleichermassen «intensiver und punktgenauer als von Filialisten gelebt werden kann», so Haider. Auch die Kundennähe sei ein wesentlicher Wettbewerbs-Vorteil.

Zusätzliches Wachstum erwartet die Gruppe von ihrem Online-Vertrieb; hier ist Unimarkt Vorreiter in Österreich. Die Basis dafür ist vorhanden: Der Unimarkt Onlineshop holte sich den ersten Platz bei einer Studie der Österreichischen Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) zum Thema österreichische Online-Supermärkte 2017 Österreich. Er eroberte in der Kategorie «Preise und Konditionen» den ersten Platz. Auch die pünktliche Lieferung und die Möglichkeit der Samstags-Lieferung in ausgewählten Gebieten verhalfen dem Online-Shop zu Bestnoten im Bereich Lieferservice. Die Benutzerfreundlichkeit wurde ebenfalls als «äusserst zufriedenstellend» bewertet.

«In den letzten Jahren haben wir viel harte Arbeit in den Aufbau und die Weiterentwicklung unseres Online-Shops gesteckt. Trotzdem werden wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, sondern weiterhin am Unimarkt Onlineshop arbeiten, um unseren Kunden auch in Zukunft besten Service bieten zu können », kommentiert Werner Schickmayr, Leiter Marketing und Online-Vertrieb bei Unimarkt, die Auszeichnung durch die ÖGVS. Dass sich der Online-Shop ständig weiterentwickelt, zeigt sich an der neuesten Innovation, den praktischen Produkt-Sets.

Mit diesem nutzerfreundlichen Angebot können Kunden mit nur einem Klick ein ganzes Set an Produkten in den Warenkorb legen und haben so recht schnell alle Zutaten für ein komplettes Gericht oder einen speziellen Anlass beisammen. Diese werden dann vom Zusteller bis an die Haustür geliefert. Gestartet wurde mit etwa 20 unterschiedlichen Set-Angeboten, die von Pasta über Grillen bis hin zum Eisgenuss reichen. Die Auswahl wird laufend erweitert. Der Unimarkt OnlineShop umfasst mehr als 7000 Artikel – von Gemüse und Fleisch über Nudeln und Taschentücher bis hin zu Tiefkühlprodukten. Getreu dem Motto «Wir sind regional» finden die Kunden hier auch viele regionale Schmankerl.

Um die steigende Anzahl von Bestellungen abwickeln zu können, hat Unimarkt den Servicegrad der Hauszustellung noch weiter erhöht und bietet seit Mai im Raum Graz drei weitere Zustellfenster (Vormittag,  Nachmittag und Abend) an, so dass dort binnen sechs Stunden nach Bestellung die Lieferung erfolgt. Eine weitere Innovation ist der @Home-Check: Dabei wird der Kunde vorab per SMS an die Zustellung erinnert und kurz vor der Anlieferung nochmals per Anruf kontaktiert, um sicherzugehen, dass die Übergabe wie gewünscht erfolgen kann. Sollte der Kunde aus irgendeinem Grund verhindert sein, kann die Zustellzeit noch geändert werden. In ausgewählten Gebieten – das sind derzeit etwa 80 Prozent aller Haushalte in Österreich – ist sogar eine Lieferung am Samstag möglich. Der Unimarkt Onlineshop wird mittlerweile auch vermehrt von NGOs sowie Klein- und Mittelbetrieben genutzt, um  Lebensmittel für das Büro zu bestellen. Nach Angaben von Unimarkt ist der Online-Vertrieb im  vergangenen Geschäftsjahr deutlich gewachsen, und dies soll weiter fortgesetzt werden.

DAS UNTERNEHMEN
Der regionale Nahversorger Unimarkt beschäftigt rund 1310 Mitarbeiter und ist in den Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark, Burgenland und Kärnten vertreten. Unter dem Namen Unimarkt fi rmieren sowohl selbstständige Franchisepartner als auch Eigenfilialen. Aktuell  gibt es 55 Franchisepartner und 75 Eigenfilialen. Unimarkt konnte im Geschäftsjahr 2016/17 die eigenen Zielvorgaben übertreffen. So stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent auf rund 288 Millionen Euro. Auch die Anzahl der Kunden ist nach  Unternehmensangaben um 4,45 Prozent gestiegen. Potenzial für Wachstum sieht Inhaber Georg Pfeiffer bewusst nicht in der Expansion, denn «Österreich weist in weiten Teilen des Landes eine Überversorgung mit Lebensmittelhändlern auf». Unimarkt möchte «von innen» durch Steigerung der Flächenproduktivität sowie durch Tausch von schlechten gegen gute Standorte wachsen.