Ausgabe:

Süddeutschland punktet

Mittwoch, 06. September 2017

Im bundesweiten Durchschnitt haben die Deutschen im Jahr 2017 für Spielwaren und Hobbys 109 Euro pro Kopf zur Verfügung. Dies entspricht 1,9 Prozent der Einzelhandelskaufkraft von 5740 Euro, die von der Gesellschaft für Konsumforschung pro Kopf in Deutschland für die Bereiche Food und Nonfood berechnet wurde. Die Studie zeigt jedoch auch regionale Unterschiede auf: Ein unterdurchschnittliches Potenzial von unter 90 Euro pro Kopf weisen etwa westdeutsche Stadtkreise wie Duisburg oder Herne auf. Süddeutsche Stadtkreise wie Ulm, Regensburg, Landshut und München haben hingegen eine überdurchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft für Spielwaren und Hobbys, die zwischen 134 und 143 Euro liegt. Deutscher Spitzenreiter ist der Landkreis Starnberg mit 158 Euro pro Kopf. Genau im Bundesdurchschnitt liegen die Bewohner der Landkreise Ostholstein in Schleswig-Holstein sowie Rhein-Kreis Neuss in Nordrhein-Westfalen. 

Für Hersteller und Händler von Produkten aus den Bereichen Spielwaren und Hobbys ist laut GfK jedoch nicht nur das pro-Kopf-Potenzial wichtig, sondern auch das regionale Gesamtpotenzial, also die Gesamtkaufkraft für Spielwaren und Hobbys. Hier lägen naturgemäss die einwohnerstärksten Kreise vorne: Mit mehr als 3,5 Millionen Einwohnern sei es daher nicht verwunderlich, dass der Stadtkreis Berlin die Liste der Kreise mit dem grössten regionalen Gesamtpotenzial anführt. Betrachte man jedoch den Kaufkraftindex der Berliner, so falle auf, dass dieser mit 94,7 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt liege. Somit sei die Gesamtkaufkraft für Spielwaren und Hobbys in der Hauptstadt einwohnerbedingt am grössten, die pro-Kopf-Kaufkraft für Produkte aus diesem Bereich bleibe jedoch im bundesweiten Vergleich unterdurchschnittlich.