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Informationstag ein voller Erfolg

Montag, 06. November 2017

Am 26. September fand in Luzern der 9. Informationstag der MARKANT Syntrade Schweiz AG statt. Fast 330 Gäste waren der Einladung gefolgt – so viele wie noch nie. «Eine erfreuliche Tendenz», stellte Franz-Friedrich Müller, Geschäftsführer der MARKANT Handels- und Industriewaren-Vermittlungs AG, in seiner Grussrede fest. Mit seinem hochkarätigen Kommunikationsangebot habe der Informationstag «eine Vorbildfunktion für Industrie und Handel in Europa», so Müller. Die Erwartungen wurden auch dieses Mal nicht enttäuscht. Im Vortragsprogramm griffen die Referenten drängende Themen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik auf. 

Franz-Friedrich Müller bezeichnete den Online-Kauf, die Datenflut und die Digitalisierung als eine grosse Herausforderung. Man müsse auf den Flächen eine bessere Kundenausschöpfung erreichen, da die Online-Anteile wachsen. Um die stationären Flächen zu stärken, liefere MARKANT ein breites Datenfundament, das aber noch perfektioniert werden könne, wenn alle Partner in Handel und Industrie mitspielen. Das Ziel sei ambitioniert: «Wir wollen der Amazon der Digitalisierung sein und damit letztendlich internationale Märkte erobern.»

Profitieren vom effizienten Datenaustausch

Jos Lanen, Geschäftsführer und Delegierter des Verwaltungsrates der MARKANT Syntrade Schweiz AG, lieferte einen Überblick über die Aktivitäten der MARKANT und stellte den Nutzen der Services heraus. «Die Dienstleistungen der MARKANT stellen sicher, dass unsere Partner optimal vom effizienten Datenaustausch entlang der gesamten Prozesskette profitieren können», betonte Lanen. Das Motto von MARKANT Syntrade sei aktuell wie nie: «Ein Einzelner kann viel bewegen. Gemeinsam erreichen wir mehr.»

Warum sich einzelne Händler auch in einem stagnierenden Markt erfolgreich bewegen, war das Thema von Thomas Hochreutener. Der Direktor Handel bei der GfK Switzerland AG analysierte mit Detailschärfe den Schweizer Handel und lieferte Ansatzpunkte für erfolgreiche Geschäfte in der Zukunft. Gefragt seien Multichannel, Services und Convenience in allen Formen. Der Zukunftsforscher Georges T. Roos nahm die Zuhörer mit auf eine Reise in die Zukunft – und prognostizierte dabei überwiegend positive Entwicklungen: bessere Gesundheit, mehr Bildung, weniger Hunger und Armut, Fortschritte durch die Digitalisierung auf vielen Gebieten. Roos: «Die Welt ist besser als ihr Ruf.» Reto Schnyder, CEO von Break/Through Ventures, erläuterte verschiedene Ansatzpunkte, wie der etablierte Detailhandel dem Online-Giganten Amazon Paroli bieten kann. Sein Tipp für den LEH: «Nutzen Sie die Fläche für spannende Themen-Inszenierungen rund um Lebensmittel, Zubereitung und Ernährungsberatung.Das alles lässt sich offline und online inszenieren.»

Wie sich Europa für die Zukunft aufstellen muss

Wie sich Europa für die Zukunft aufstellen muss – das war das Thema von Joschka Fischer. Der deutsche Aussenminister a.D. und Unternehmensberater plädierte für mehr Engagement aller Europäer: «Wir müssen die Zukunft selbst in die Hand nehmen.» Unverzichtbar sei für ihn eine wachstumsorientierte Politik, allein schon mit Blick auf die Jugendarbeitslosigkeit. Eine handlungsfähige EU und mehr Investitionen in die Zukunft seien dafür die Voraussetzungen. «Entweder oder!», rief Fischer mit Empathie ins Auditorium. «Entweder bleiben wir im 19. Jahrhundert oder wir fassen die Zukunft ins Auge.» 

Die überaus regen Diskussionen am Ende der Veranstaltung belegten es: Auch der 9. Informationstag von MARKANT Syntrade Schweiz konnte mit seinen weit gespannten Themen neue Perspektiven auf eine komplexe Welt eröffnen.